Durchs gelbe Meer zur Felsenfestung

Portillo - Cañada de los Guancheros - Cruz de Fregel
Von der Asphaltstraße, die den Cañadas-Krater durchquert, scheint man den gesamten Teide-Nationalpark überblicken zu können. Deshalb sind Neuankömmlinge oft geneigt, das Mietauto irgendwo abzustellen und auf selbstentdeckten Pfaden ins Lavagelände hineinzuwandern. Allerdings enden diese Wege meist unvermittelt, denn das Plateau ist längst nicht so eben, wie der erste Eindruck suggeriert. Die schönste Wanderroute findet sich dort, wo man sie am wenigsten vermutet: Am nördlichen Kraterrand. Hinter Portillo erstreckt sich - fast verborgen - eine Landschaft, die alle Facetten dieser Region widerspiegelt - und zudem mit zwei imposanten Bergen aufwartet. Das rotbraune Felsmassiv 'Fortaleza' bildet einen reizvollen Kontrast zur bewaldeten Anhöhe 'EL Cabezón', und auf dem Paß zwischen den beiden Bergen liegt das hübsche Picknickgelände Cruz de Fregel.
Wegbeschreibung: 
Leichte Wanderung mit bequemen An- und Abstiegen. 
Gehzeit

3
Stunden
Zufahrt: 
Mit Bus 348 von Puerto de la Cruz in die Canadas um 8.30 Uhr, 
Fahrzeit :
2 Stunden. Rückfahrt von Portillo um 16.30 Uhr.
Wegverlauf: 
Die Wanderung beginnt links vom Besucherzentrum des Teide-Nationalparks (Centro de Visitantes) in Portillo. Der Weg ist zu Anfang als Promenade angelegt, und die Landschaft wirkt wie ein Park. Über sanfte Hügel scheint man direkt auf den Teide zuzugehen. 

Nach 10 Minuten ändert sich die Richtung, und man wandert in einem Bogen halbrechts weiter. In der Ferne sieht man schon die Berge 'Fortaleza' und 'El Cabezón’, die Zielpunkte der Tour.
Eine langgestreckte Erhebung stellt sich in den Weg, und man überquert sie rechts an der niedrigsten Stelle (20 Min). Den nächsten Hügelrücken krönt ein hochaufragender Fels, der von zwei kleineren Steingebilden flankiert ist. Ein Schild nennt den Namen: Roque del Peral. Auch diese Barriere wird rechts umgangen. Dann wandert man ein Stück empor und steht plötzlich auf einem hochgelegenen Plateau. Auf dem kargen Boden wachsen Besenrauken und Teide-Ginster, eingestreut sind viele Lavasteine. Wenn sich der Weg gabelt (45 Min), folgt man der linken Spur und geht auf die beiden Berge zu. Wieder geht es bergan, und dann hat man die Anhöhe überwunden (1 Std.). Der Blick ins Tal ist eine Überraschung. Zu Füßen liegt eine ausgedehnte Sandfläche, die an ein gelbes Meer erinnert. Es ist die
Canada de los Guancheros. 
 Mitten hindurch führt unsere Route, parallel zum Felsmassiv Fortaleza. Interessant ist der grüne Bewuchs, der sich am Berghang schräg hochzieht. Deutlich zu erkennen ist auch der Weg, auf dem wir später empor gehen. Er beginnt am Ende des Höhenzugs (1 Std. 20 Min).
Es lohnt sich, noch ein Stück durch das Sandfeld weiterzugehen. An die Fortaleza fügt sich jetzt ein zweiter Berg an, und der Pfad zieht am Saum entlang durchs Gestein. Nach etwa 15 Minuten kommt man zu einem schönen Aussichtspunkt. Weitwanderer können von hier aus durch den Waldgürtel in Richtung La Guancha hinabwandern. 
Gehzeit
für den Abstecher: 1/2 Stunde.
Vom gelben Meer wandert man gemächlich auf den Paß zwischen der Fortaleza und dem angrenzenden Berg 'El Cabezón’ (1 Std. 35 Min). Die Anhöhe 'Cruz de Fregel' entpuppt sich als hübsches Plateau mit Kapelle und Picknickplatz. Von hier aus lassen sich auch wieder

 interessante Abstecher machen, zur Fortaleza empor oder auf die Kuppe des Cabezón (jeweils 1/2 Stunde mit Rückweg). Natürlich kann man über den Paß auch weiterwandern und durch die Waldregion das Orotavatal ansteuern (3-4 Stunden).
Den Ausgangspunkt unserer Wanderung erreicht man über einen Pfad, der zum gelben Meer hinabführt. Serpentinen leiten ihn ein, dann zieht er nach links am Hang des Cabezón bergab. Quer durch die Canada de los Guancheros peilt man den Weg an, auf dem man hergekommen ist. Als Wegmarkierung dient wieder der Roque del Peral, der von dieser Seite wesentlich höher aussieht und allein zu stehen scheint (2 Std. 30 Min). Auf dem Rückweg fallen auch die gemauerten Steinbänke auf, die das Parkgelände bei Portillo bereichern. Wenn sich der Weg gabelt (3 Std.), dann ist es nach rechts nur noch ein kurzes Stück zum Besucherzentrum. Wer sich links hält, wandert noch einige Minuten auf einem schönen Promenadenweg weiter und kommt dann nach El Portillo (Restaurant).

Ein wichtiger Hinweis für das erste Mal :
Sonnencreme und Kopfbedeckung sind schon angebracht- 
denn hier scheint unterbrochen gleißend die Sonne ! 
Und ein stilles Wasser als Getränk ist sehr empfehlendswert, die Luft ist dünn und macht durstig !

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