Der Garten Eden

DAS OROTAVATAL  

Im Wald von Aguamansa

La Caldera - Chimoche - Pedro Gil - Aguamansa

Diese Wanderung durch den Wald beginnt in La Caldera. Der Krater ist zu einem riesigen Freizeitgelände ausgestaltet, und an sonnigen Wochenenden kommen viele Einheimische, um unter freiem Himmel ein umfangreiches Mahl zuzubereiten. Mehrere Grillöfen umrahmen einen Spielplatz für Kinder,- Tische und Bänke sind erhöht am Kreisrand aufgestellt. Die Touristen bevorzugen ein bescheidenes kleines Lokal im Forsthaus - Stil. Es liegt an der Straße, die den Krater umrundet, und hat eine hübsche Sonnenterrasse. Idyllischer ist natürlich ein Picknick in der Choza Chimoche. Diese 'Schutzhütte' ist das Ziel der Tour und ein nettes Fleckchen zum Verweilen. Die Route ist sehr abwechslungsreich und hat alle Vorzüge, die ein Waldweg bieten kann: Schattige Wegstrecken und überraschende Ausblicke, liebliche Lichtungen und dekorative Felspartien, schöne Rastplätze - und vor allem eine üppig -grüne Vegetation. Die Wanderung endet bei der Fischzuchtanlage Aguamansa.
Fahrstrecke :
San Fernando - San Antonio ( Séfora - Park ) - Orotava (Las Canadas ) -
Orotava - La Caldera

Wegbeschreibung:
Leichte Wanderung zwischen 1050 und 1450 Höhenmetern.
Gehzeit: 2 Stunden

Zufahrt:


Mit Bus von Puerto de la Cruz (über La Orotava), nach La Caldera,
Fahrzeit 1 Stunde; Rückfahrt ab Aguamansa, ebenfalls mit Bus ,
Abfahrt etwa 5 Minuten nach La Caldera, .

Wegverlauf
:

Wenn die Wanderer in 'La Caldera' aussteigen, sollten sie zuerst das Freizeitgelände im Krater anschauen. Danach kehrt man zur Haltestelle zurück und geht bis zum Ende des Parkplatzes. Das kleine Lokal liegt sozusagen im Rücken. Auf der Einbahnstraße, die den Krater umrundet, wandert man rund 100 Meter voran.Dann biegen - kurz hintereinander - zwei Forstwege nach rechts ab. Der zweite Weg ist mit dem Schild 'Chimoche' bezeichnet und führt sacht ansteigend in den Wald hinein. Bald wird die Strecke wieder ebener; Kiefern und Baumheide säumen die Route.

w10.jpg (55298 Byte)

Später kommt man an Wasserleitungen vorüber, passiert einige kleine Schluchten. In Kehren geht es langsam hoch. Die Landschaft bekommt nun ein fast mitteleuropäisches Gepräge, erinnert manchmal an die Alpen. Wenn sich der Forstweg zu einem kleinen Platz verbreitert (30 Min), muß man aufpassen. Jetzt geht es rechts nach Chimoche hoch, während die Route 'Pedro Gil', die wir später als Rückweg nehmen, geradeaus verläuft. Gemächlich geht es bergan; vom Hang aus ergeben sich schöne Ausblicke. Ein weißes Gebäude kommt in Sicht (40 Min). Es gehört zur Galeria Chimoche, einem Wasserstollen, der sich dahinter befindet. Vier Kilometer tief ist er in den Berg gebohrt; ein vergittertes Tor sperrt den Zugang. Nur wenige Passanten wissen, wie wichtig diese unterirdischen Depots für Teneriffa sind. Da es kaum Bäche und keine Flüsse gibt, muß ein Großteil des benötigten Wassers aus dem Berginnern kommen. Dorthin sickern die Nebeltropfen der Passatwolke, werden aufgefangen von undurchlässigen Gesteinsschichten, den sogenannten Diques, und bilden natürliche Wassertanks, die dann angezapft werden. Chimoche heißt auch die Schutzhütte, die noch ein Stück höher liegt. Ein breiter Forstweg leitet empor, in großen Kurven gewinnt man Höhe. Bald öffnet sich eine besonders schöne Aussicht. Der Forst wird Lichter, lieblicher. Ein Wiesenplateau rückt in den Blick (1 Std..). Mittelpunkt ist die Choza Chimoche (1450 m), ein ideales Plätzchen zum Rasten und Picknicken. Zurück kehrt man vorerst auf derselben Route. Man passiert die Galeria Chimoche und dann auch die Stelle, an der man die Forststraße verlassen hat (1 Std.. 20 Min). Nun wendet man sich nach rechts und wandert in Richtung Pedro Gil. Der angenehme Weg ist in den Hang eingebettet und fällt sanft ab. Ein kleines Plateau, flankiert von einem mächtigen Eukalyptusbaum und einer niedrigen schwarzen Felswand entpuppt sich als ‘Pedro Gil' (1 Std.. 30 Min).

w10-b8.jpg (83433 Byte)

orotava-waldweg3.jpg (94241 Byte)

w10-b5.jpg (65269 Byte)

Von dort sollte man noch etwa 100 Meter weitergehen, um die wunderschöne Aussicht zu genießen. 5 gemauerte Steinpfosten mit Verbindungshölzern kennzeichnen die Stelle. Von Pedro Gil biegen zwei Pfade ab.
Bergauf führt ein alter Wallfahrtsweg nach Candelaria; wir folgen dem Steig bergab, den ein Steinmännchen ankündigt. In Serpentinen geht es durch ein Eukalyptuswäldchen. Man passiert ein Marterl und eine Gedenkstätte mit 3 Kreuzen (Las Crucitas), dann trifft man wieder auf eine Forststraße (1 Std.. 40 Min). Sie führt nach links zurück nach Caldera, nach rechts zu den Organos. Nach Aguamansa geht es bergab. Einige Meter weiter links signalisiert ein Steinmännchen die Fortsetzung des Pfades. Er wird steiler, felsiger und gleichzeitig recht romantisch. Bei einem 'Wasserhaus' (Galeria La Puente) mündet er in die Forststraße (1 Std.. 50 Min). Auf ihr wandert man zum nahegelegenen Picknick- und Kinderspielplatz ’ Andrés de Arroyo’. Wenige Schritte danach biegt rechts wieder der Wanderweg ab (Steinmännchen). Nun ist es nicht mehr weit bis zur Forellenzucht Aguamansa (2 Std..) - Ein Rundgang durch die Anlage ist sehr empfehlenswert. Das Restaurant Aguamansa liegt etwas unterhalb des Geländes, nahe der Bushaltestelle. Wanderer benützen den Pfad, der sich zwischen den Forellenbecken und einem hübschen Zierteich hindurchzieht (Richtung Bosquete). Er hält sich an den Waldsaum und verläuft schnurgerade bis zu einer Abzweigung. Nach rechts geht es dann hinab zur Autostraße und zum Restaurant. Die Spezialität sind Kaninchenbraten, Schweinekotelett- und natürlich Forellen, die allerdings nicht immer zu bekommen sind.
Die Tour nach Chimoche läßt sich beliebig erweitern.
Ein Tip zuletzt :
Diese Tour sollte man nicht sonntags unternehmen, dann gehört das Gelände den Einheimischen, und die haben angesichts ihres Fleisses Anspruch, unter sich zu sein !!!

 

              mund.gif (1578 Byte)