Zwei sehr unterschiedliche Gipfel

Der "grosse" und der "kleine" Gala

Zwei Berggipfel symbolisieren die so verschiedenartige Entwicklung einer Landschaft. Der "große" Gala, die höchste Erhebung des Teno-Gebirges (1320 m), ist von der Technik vereinnahmt worden. Auf der einst romantischen Bergwiese steht jetzt eine Fernmeldestation, und nur der angrenzende Felsvorsprung läßt noch erkennen, wie reizvoll diese Waldregion war. Die Wanderer wenden sich nun lieber dem Nachbarberg zu und erklimmen den sogenannten 'kleinen' Gala. Zu ihrer Überraschung entdecken sie einen bizarren Gipfel mit herrlicher Aussicht, und auch die Anmarschroute ist weitaus abwechslungsreicher als der Aufstieg zum "großen" Gala. Interessant ist ein Vergleich der Ausflugsziele; beide Routen lassen sich ja problemlos miteinander verbinden.

Wegbeschreibung:
Spaziergang oder leichte Wanderung, wenn man unterhalb der Gipfel bleibt, und die "Galas" nicht umrundet, sonst mittelschwere Wanderung

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Gehzeit:
30 Min. oder 2 Stunden und mehr, in Abhängigkeit vom Umfang der Besichtigung.

Zufahrt:
Mit Mietwagen oder Taxi. Oder mit Bus 363 von Puerto de la Cruz nach Icod de los Vinos, jede Stunde ab 6.00 Uhr, Fahrzeit 45 Minuten. Von dort mit Bus 460 (Richtung Guia de Isora) zum Paß von Erjos, Fahrzeit 45 Minuten.
Dem Busfahrer vorher Bescheid sagen, keine reguläre Haltestelle.

Großer Gala:
Der höchste Punkt der westlichen Nord-Südverbindung (Icod de los Vinos- Santiago del Teide)
heißt Puerto de Erjos (1117 m).
Dort biegen die Autofahrer rechts auf einen schmalen, asphaltierten Fahrweg ab
. (Wenn Sie aus Richtung Puerto kommen); (aus Los Gigantes und dem Süden kommend,
müssen Sie unmittelbar aus einer Linkskurve kommend
steil links den Feldweg wählen-
oder einfacher Sie wählen den Parkplatz in 800 m Entfernung als Wendeplatz und sind dann aus Puerto kommend)

In Kehren geht es hinauf auf den 'großen Gala'; nach 2 Kilometern ist die Fernmeldestation erreicht. Es kann vorkommen, daß das Tor zum Parkplatz verschlossen ist, deshalb ist es empfehlenswert, den Wagen immer rund 300 Meter vorher auf dem kleinen Plateau abzustellen und das letzte Stück zu Fuß hinaufzugehen (10 Min).
Links der Mauer, die das Fernmeldegelände umgrenzt, führt ein Pfad in die Baumheide hinein. Schon nach kurzer Zeit gelangt man zu einem Bergkamm, auf dem man entlanggeht. Fünf Minuten später steht man auf einem felsigen Plateau und genießt die Aussicht. Der nahegelegene Wiesenfleck ist ein hübscher Rastplatz; er vermittelt noch einen Hauch Ursprünglichkeit.

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Kleiner Gala:
Wanderer, die sich diese reizvolle Route vornehmen, sollten auf der Zufahrt zum 'großen' Gala rund 1,2 Kilometer emporfahren und das Auto auf dem dortigen Plateau parken. Ein Forstweg mündet von links ein. Dies ist die Route, auf der man die Tour beendet. Wer vom Erjos-Paß zu Fuß heraufwandert, benötigt etwa 20 Minuten für den Aufstieg. Vom Ausgangspunkt geht man auf der Asphaltstraße noch etwa 500 Meter bergan (10 Min, Parkmöglichkeit für den Abstecher zum 'großen Gala'). Bei der Haarnadelkurve sieht man rechts ein Tor, um das ein Pfad herumführt. Dahinter gabelt sich der Weg, und man biegt links ab. Auf einem ebenen Forstweg wandert man in den Wald hinein. Baumheide und Ginster säumen die Route und bald erreicht man die andere Seite des Berges. Dort bietet sich ein herrlicher Ausblick. Bei gutem Wetter sieht man die Inseln La Palma (rechts) und La Gomera (links, nähergelegen und kleiner). Wenn man zu einer scharfen Kurve kommt (25 Min), muß man aufpassen, denn jetzt zweigt ein Pfad nach links ab. Er entpuppt sich als wunderschöner Höhenweg. Zuerst geht es in Serpentinen bergab und dann am Hang entlang. Im Frühling blühen weiße Zistrosen, und die Gipfel des Teno-Gebirges sind eine eindrucksvolle Kulisse. Allmählich wird das Gelände felsiger, wildromantisch, und die Route führt auch etwas empor. Dann taucht plötzlich ein Bergsattel auf; in Kehren wandert man darauf zu
(1 Std.. 10 Min).
Viele Ausflügler begnügen sich, den nahen Felsgipfel aus sicherer Entfernung zu betrachten und lieber eine nette Rast einzulegen.
Wer ein bißchen Kraxelei nicht scheut, geht auf dem breiten Grat weiter. Ein schmaler Steig führt zu einem kleinen Plateau empor. Jetzt wird die Strecke felsiger, alpiner. Nur Schwindelfreie sollten weitergehen.
Die äußerste und höchste Stelle des Felsbandes ist der sogenannte 'kleine Gala'. Von dort hat man eine atemberaubende Fernsicht
(1 Std.. 20 Min).
Danach kehrt man zum Bergsattel zurück. Nun wendet man sich der Hangseite zu, die dem breiten Talgrund von Santiago del Teide zugewandt ist. In Serpentinen und am Hang entlang wandert man bergab, bis der Pfad in einen Forstweg mündet (1 Std.. 40 Min).
Diese bequeme Route führt dann - nach links - zum Ausgangspunkt zurück (2 Stunden).
Wer die Wanderung am Paß von Erjos begonnen hat, muß anschließend noch etwa eine Viertelstunde auf der schmalen Asphaltstraße hinabgehen, um zum Ausgangspunkt zu gelangen.
Fußgänger, die nicht zum Auto zurückkehren müssen, können vom Bergsattel auch Santiago del Teide ansteuern. Beim Abstieg liegt der ansehnliche Ort immer in Blickrichtung und ist deshalb kaum zu verfehlen.

Sie befinden sich oberhalb von Masca, allerdings hat man nur an wenigen Stellen direkten Blickkontakt zu dieser Stelle im Tal, die Straße ist dafür besser auszumachen.
Aber nur, wenn die Wolkenfetzen, die der Wind vom Atlantik hier wie Nebelbänke vor sich hertreibt,
das zu lassen.
Wenn Sie hier rasten, werden Sie mit der ständigen Änderung des Wetters konfrontiert,
denn der Punta del Teno ist nicht weit,
auch wenn man ihn nicht sieht-
und damit das Ende Teneriffas !


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