Über den Dächern der Altstadt
Appartementhotel Belair-Taoro-Park-Hotel Tigaiga

Der zweite Spaziergang, der einen schönen Blick auf den Ort verspricht, zielt meist in Richtung Taoro-Park. Diese weitläufige, von Treppen durchzogene Grünanlage schließt sich unmittelbar ans Zentrum an, beginnt hinter dem , Wolkenkratzer' Belair, der zu einem (nicht unbedingt schönen) Wahrzeichen von Puerto de la Cruz geworden ist. Der mit seltenen alten Bäumen bewachsene Hang führt zu einer Hochfläche, auf der eine ganze Reihe von Hotels und zahlreiche Villen angesiedelt sind.

WEGSTRECKE: Spaziergang mit An- und Abstieg von rund 50 Höhenmetern.
Gehzeit: Mit Rückweg 1 Stunden

Ausgangspunkt:
Appartementhaus Belair zwischen Zentrum und Taoro-Park

Wegverlauf:

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Casino.jpg (76990 Byte) Das einstige Luxushotel Taoro, das vor einigen Jahren zu einem Spielcasino umgebaut wurde, ist das erste Ziel am Wege. Dort biegt der Fußgänger meist in die Carretera Taoro ein und besichtigt das Hotel Tigaiga, das mit deutschem Kaffee und Kuchen, einem hübschen Ausblick auf Puerto de la Cruz und vor allem mit einem interessanten Garten aufwartet.
Ihn schmücken viele subtropische Bäume, Pflanzen und Blumen, die der Besucher anhand einer kleinen Broschüre identifizieren kann. Einmal in der Woche finden auch spezielle Führungen statt (dienstags um 16 Uhr). Am Sonntagmorgen um 11 Uhr werden im Garten Folklore Tänze und kanarische Ringkämpfe vorgeführt.
Der Streifzug durch diese schöne Villengegend läßt sich beliebig erweitern. Hinter dem Hotel Tigaiga gibt es zum Beispiel eine kleine Fußgängerzone mit Bänken, schönen Ausblicken und Einkehrmöglichkeiten. kaktus.jpg (97397 Byte)
Der Zugang beginnt bei der benachbarten Villa Dacil Nr. 30 als Straße (Via del Malpais); sie mündet in eine hübsche gekachelte Promenade. Über einen Treppenweg mit vielen Stufen kann man übrigens auch von hier ins Zentrum zurückkehren. Empfehlenswerter ist es, auf dem Hochplateau zu bleiben und - vorbei an der kleinen englischen Kirche All Saints (evangelische Gottesdienste in deutscher Sprache sonntags um 17 Uhr) zum nahegelegenen Hotelkomplex Parque San Antonio zu gehen. Mehrere Wohntrakte rahmen eine hübsche Gartenanlage mit Swimmingpool und vermitteln sehr heitere, spanische Atmosphäre. Interessant ist der Vergleich mit dem angrenzenden Hotel Puerto Palace, das 1990 eröffnet wurde.
Zurück zum Ausgangspunkt kehrt man am schnellsten über die Calle Suiza und dann über einen links abzweigenden breiten Fußweg (Camino de la Sortija), der parallel zur Carretera Taoro die parkähnliche Hochfläche durchzieht. Die eindrucksvolle Silhouette des Spielcasinos ist nicht zu übersehen. Auf der Rückseite des Gebäudes hat man einen hübschen Garten angelegt, mit einem Teich als Blickpunkt, auf dem sich die Enten tummeln.
orchideen.jpg (49455 Byte) Bevor man durch den Taoro-Park ins Zentrum zurückwandert, könnte man noch den aquatischen Garten Risco Bello besuchen. An eine schöne Wiesenfläche mit Café/Restaurant schließen sich vier kunstvoll gestaltete Terrassen mit blühenden Sträuchern und Bäumen, Teichen und kleinen Brücken, einer Grotte und Kaskaden an (Geöffnet 10 - 18 Uhr).
Natürlich kann man einen längeren Rundkurs wählen. Dann bleibt man auf der Calle Suiza, bis sie endet, und wandert über die abfallende Calle Bélgica zur vielbefahrenen Carretera Botanico hinab. Hat man sie überquert, entdeckt man die hübsche Fußgängerpromenade ‘Camino Sitio Litre'. Der Straßenname erinnert an den Landsitz des englischen Kaufmanns Little, der sich später Litre nannte. Alexander von Humboldt pries diesen 'köstlichen Punkt' in seinen Reiseerinnerungen; doch die einst so gerühmte Idylle ist längst zu einem Ortsteil von Puerto de la Cruz geworden. Villen säumen den Weg; die Gartenmauern sind überzogen von Bougainvillea, Feuerbignonien und blaßblauem Bleiwurz.
Rund 50 Stufen führen hinab ins Ortszentrum. Beim Hotel Martianez trifft man auf die Straße Enrique Talg. Geht man geradeaus weiter, kommt man rasch zur San Telmo Promenade und zu den Meerschwimmbädern; nach rechts gelangt man über die geschäftige Ladenstraße Avenida Generalísima zum Café Columbus, und hält man sich links, dann sieht man bald das Hochhaus Belair, den Ausgangspunkt dieses Spaziergangs.
Die belebte Calle Iriarte wandelt sich dort zum Treppenweg, der mit Palmen, Tulpenbäumen und Hibiskussträuchern erfreut. 34 Stufen führen hinab zu einer Fußgängerzone mit schönen, alten Häusern. Nun ist es nicht mehr weit bis zur Plaza del Charco, die den Anfang der Altstadt markiert.
Von der Hochfläche aus kann man interessante Abstecher machen. Geht man, am Hotel Chiripa Garden vorbei, die Calle Bélgica bis zum Ende empor und biegt auf die links abzweigende Straße (CarreteraTapias) ein, dann ist man schon am Rande dieses Ortsteiles. Links erblickt man die Rückseite des Krankenhauses Bellevue, nach rechts zweigt die Calle Dr. Rafael Folch ab. Sie führt erst als Straße und später als Treppenweg durch ein hübsches Villengelände. Von hier kann man zum Hotel Las Aguilas Sol hinaufwandern. Der mächtige weiße Bau krönt den Aussichtsberg Montaña Arenas, der als Lavakegel den Ort überragt. Die Asphaltstraße, die in Serpentinen emporführt, ist auf dieser Seite kaum befahren (Gehzeit: 20 Minuten).
Biegt man nicht in die Calle Dr. Rafael Folch ein, sondern geht geradeaus weiter, kommt man zur Reihenhaus-Siedlung Mimosa-Park und zur Urbanización Guacimara. Sie ist wie eine Insel von zwei Schluchten eingefaßt; zu zahlreichen Villen gesellen sich die Hotels Eden Roc und Eden Luz. Zum Greifen nahe wirkt auch das repräsentative Hotel Los Dogos Sol. Doch es liegt jenseits der Schlucht und kann nur über einen großen Umweg erreicht werden.

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