Berühmte Kurven im Lorbeerwald

Casa Forestal - Vueltas de Taganana - 
Taganana - Almágiga

Taganana zählt zu den beliebtesten Ausflugszielen des Anaga - Gebirges. Der erstaunlich große Ort liegt am Nordabfall der Berge und verteilt sich über mehrere Hügelrücken. Eine kurvenreiche Zufahrt führt von der Höhenstraße herunter. Drei Gründe verlocken zu einem Besuch: die Pfarrkirche mit dem flämischen Triptychon aus dem 15. Jahrhundert, der ausgezeichnete Wein, der hier angebaut wird, und die Restaurants am schwarzen Sandstrand, wo man den frischen Fisch mit Blick auf Brandung und Felskulisse genießt. Die meisten Touristen fahren per Auto oder Reisebus an; passionierte Fußgänger können auf einer uralten und sehr schönen Strecke bergab wandern. Besonders im oberen Teil haben die Vueltas de Taganana einen ganz besonderen Reiz.
Anfahrt:

San Fernando à San Antonio ( Séfora - Park ) à Orotava (Las Canadas ) à Orotava Å links ab zur Küstenautobahn nach La Laguna Å à Las Mercedes (Anaga - Gebirge ) à Taganana

Wegbeschreibung:
Mittelschwere Wanderung mit allmählichem Abstieg von rund 700 Höhenmetern (nach Regenfällen meiden, moosiger Grund der dann zur Rutschbahn wird !)
Gehzeit
:

2 1/2 Stunden

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Zufahrt:
Mit Mietauto oder Taxi zum Forsthaus (Casa Forestal) an der Höhenstraße, zwischen Cruz del Carmen und EI Bailadero. Zurück zur Höhenstraße kehrt man per Taxi, oder man läßt sich von einem Ausflügler im Auto mitnehmen.
Linienbus von Almágiga / Taganana nach Santa Cruz 
Wegverlauf: 
Die Wanderung beginnt beim Forsthaus und entpuppt sich als schöne Promenade am Berg. Zuerst steigt man allerdings über rund 100 flache Naturstufen bergan. Dann kommt man zu einer kleinen Felshöhle, die einst als bescheidene Kapelle diente (5 Min). Nun wird der weg eben oder fällt leicht ab.
Eine Weile bleibt man noch auf der Höhe, und bei einer Weggablung hält man sich rechts (10 Min). Nun geht es stetig bergab. Es beginnen die Vueltas de Taganana, weitgeschwungene Kurven, die einen stillen Märchenwald durchziehen. Ihn kennzeichnen Lorbeer - und Eukalyptusbäume, verschiedenartige Farne und zartbemooste Felsen. Allmählich wird der Forst Lichter, und man tritt hinaus ins offene Land (1 Std.). Entlang einer Felswand setzt sich der Weg fort, dann steigt man durch eine breite Schlucht hinab zur Küste. Terrassen säumen den Weg, sind eingefaßt von Bergkämmen, die den Wind abhalten. Am Rand des Weges wächst der berühmte Wein. Riesige Findlinge sind in die Felder eingestreut, zeigen deutlich, wie viel Arbeit es kostete, diese Abhänge fruchtbar zu machen. 

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Taganana rückt nun immer näher in den Blick. Weiße Häuser schmiegen sich zwischen grüne Hügelkämme, und dahinter blinkt klarblau das Meer. Der sanft abfallende Hang erinnert an einen alpinen Park. Felspartien wechseln mit blühenden Wiesen; immer wieder kommt man an schönen Bäumen und Sträuchern vorüber. Bevor man die ersten Häuser des Küstenortes erreicht, biegt links eine Route nach Afur ab (1 Std. 15 Min). Sie ist für diejenigen Ausflügler interessant, die Taganana schon kennen und in einem hübschen Rundkurs wieder zum Ausgangspunkt an der Höhenstraße zurückkehren möchten. Wir gehen geradeaus weiter und treffen nach kurzer Zeit auf die ersten Häuser von Taganana (1 Std. 25 Min). 
Durch den hochgelegenen Ortsteil wandert man bergab (Camino Portugal) und steuert den hübschen Platz im Zentrum an (1 Std. 45 Min). Nach dem Besuch der sehenswerten Pfarrkirche geht es weiter bergab, an Geschäften vorbei und entlang eines Pfades, der über eine Schlucht zur Autostraße nach Almágiga hinleitet (1 Std. 55 Min). Sie führt sacht abfallend zur Küste. Etwa 2 Kilometer sind zu bewältigen, bis man die Playa San Roque erreicht (2 Std. 30 Min). Am dunklen Lavastrand haben sich typische Fischrestaurants angesiedelt. Mit Blick aufs Meer ißt man Sama, Sargo oder Cherne mit Runzelkartoffeln und Mojosauce - und trinkt dazu den Wein von Taganana. Durchgangsverkehr ist nicht zu befürchten, denn die Autostraße führt nur bis zu den Nachbarorten Benijo und Draguillo. Wer noch Zeit und Lust hat, sollte ein Stück nach Osten wandern. In Richtung Benijo ist die Landschaft still und unberührt, und man entdeckt auch einen netten Strand. Noch einsamer wird es, wenn man entlang der Küste weitergeht. Das kaum noch bewohnte Örtchen Draguillo kündigt den abgeschiedensten Teil der Anaga - Halbinsel an. 
Nur Fußgänger können diese Region erkunden

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