Klemke und wir
Er war ein Teil unserer Jugend, in der Schule hat er viele Schulbucheinbände mit seinen Bildern versehen- und das Magazin
sowieso. Ein Stück gute Erinnerung allemal, hier ein paar liebenswerte Grafiken...

 

01.08.01

02.08.01

03.08.01


Die Frau mit dem Spinnrad 
Auf dem Weg von Heide auf Ummanz zum Gutshof Ummanz kommt man über eine Brücke, an welcher man allnächtlich vor und nach den Mitternachtsstunden eine eigentümliche Spukerscheinung erleben kann. Auf jeder Seite von dieser Brücke befindet sich je eine hohe Pappel, und in einer dieser Pappeln kann man jede Nacht eine Frau sitzen sehen, welche ein Spinnrad vor sich  stehen hat und spinnt. Es ist eine  eigentümliche  Gestalt, die  aber niemandem etwas tut.  Verschiedentlich  ist  sie schon angesprochen worden, worauf sie sich stets in Nichts auflöst. 

04.08.01

05.08.01

06.08.01


Ansprechbar soll sie nur von Waisenkindern sein, die der Hilfe bedürfen. Die Sage erzählt, daß einmal ein kleines  zwölfjähriges  Mädchen mit dunklen Haaren und braunen Augen vorbei gekommen sein soll. Es war schon Winter, aber das Waisenkind war nur mit einem dünnen Kleidchen unterwegs, von Kälte geschüttelt. Die Frau hatte Erbarmen, ließ sich ansprechen, hörte das schluchzende Kind und erkannte sehr schnell die Güte und Liebe, die aus dem Herzen des armen Mädchens sprach. Lange unterhielten sich beide. Das Mädchen wurde reich beschenkt und erhielt die Adresse eines gütigen, warmherzigen Ehepaares auf Mönchgut bei Alt-Reddevitz. Dort wurde es herzlich aufgenommen und hatte nun erstmals ein richtiges Zuhause. Die alten Leute, die in einer Kate wohnten, legten die Wertgegenstände und das Gold, das die Frau mit dem Spinnrad dem Waisenmädchen geschenkt hatte, sinnvoll an, so daß ihre Adoptivtochter immer begüteter wurde. Das Mädchen wuchs zur Frau heran, vergaß aber nie die Spinnradfrau und die Liebe ihrer Adoptiveltern.

09.08.01

10.08.01

11.08.01


Besonders Kinder fühlten sich in ihrer Nähe ausgesprochen wohl, waren glücklich, scherzten, spielten, badeten gemeinsam, zeigten ihre Zuneigung. Mitunter war sie von ganzen Gruppen kleiner und großer Mädchen und Jungen umgeben, sprach viel mit ihnen, konnte wunderschöne Geschichten erzählen, aber genau so gut liebevoll die Sorgen und Nöte der Kleinen geduldig anhören. Ihr Vermögen legte sie an für arme Menschen, die der Hilfe bedurften, zeigte dadurch, daß sie ihre eigene Armut und die wunderbare Hilfe nie vergessen hatte. Die Sage erzählt, daß sie eine sehr glückliche und weise Frau wurde, die viel Achtung genoß.  

QuellenText Rügensagen