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folgende Tag war der Stubnitz und Stubbenkammer gewidmet. 
Am Abend zuvor hatte ich mit einigen Fremden Abrede genommen, die Fahrt nach dem Vorgebirge zu Wasser zu machen - unstreitig die interessanteste Art, diese Gegend zu bereisen -, und so wanderten wir am frühen Morgen aus Sagard auf Sassenitz   [Saßnitz] zu, nahmen aber einen Abweg, um ein Hünengrab zu besichtigen, das, wie man uns gesagt hatte, in dieser Gegend liegen und das größte auf Jasmund sein sollte. Der Weg führte über den Mühlenberg und einige andere Anhöhen durch die Dörfer Schlone (Schloon) und Krahn (Mukran), und ein nebliger Morgentau, der alle Umsicht vereitelte, lag über den Fluren. Hinter dem letztgenannten Dorf kündigte sich das Hünengrab schon in einiger Entfernung durch mächtige Steine an. Es liegt in einer einsamen Ebene zur Rechten 
 des Weges an der Grenze eines Waldes, erstreckt sich nicht ganz genau von Osten nach Westen und hat im allgemeinen viel Ähnlichkeit mit dem oben beschriebenen in der Strüssendorfer Heide. Zwar ist es nicht so lang wie jenes, denn es beträgt nur 36 Schritte, aber die schwarzgrauen Steine, mit denen es umsetzt ist, sind bei weitem größer, und unter allen am imposantesten ist der Eckstein am Westende des Grabes, der auf der hohen Kante, wie man hier sagt, aufgerichtet ist und dessen Länge mehr als vier Ellen beträgt. Auch eine beträchtlichere Breite hat es, denn von diesem Eckstein bis zu dem gegenüberliegenden zählte ich 12 Schritte. Sonst ist das Grab gegen die Mitte auch muldenförmig erhöht und mit Wacholder dicht überwachsen. Die Steineinfassung hat sich an der Südseite am besten erhalten. Ein kleiner, krauser, glockenförmiger Grabhügel ragt etwa 200 Schritte davon noch näher am Wald hervor.