Lebhaftes Treiben 
Der Postdampferverkehr
 1897-1909 (1)

Der Vertrag zwischen Preußen und Schweden sah zunächst täglich eine Abfahrt von Trelleborg und Sassnitz mit Schnellzuganschlüssen von und nach Stockholm bzw. Berlin vor. Nach einem Jahr Postdampferdienst stellten die Vertragspartner fest: Der Verkehr entwickelt sich positiv. Vom l. Mai 1897bis30.März 1898 wurden 12265 Reisende befördert. Deshalb gab es schon ab 1898 täglich zwei Abfahrten von beiden Häfen.. Jetzt verkehrten zwischen Berlin und Saßnitz ganzjährig die Zugpaare D 13/14 und D 17/18. Das machte natürlich eine Aufstockung des Schiffsraumes erforderlich. Die Reederei Bräunlich erreichte so eine ganzjährige Auslastung ihrer großen 
Bäderschiffe. Der schwedischen Reederei wurde empfohlen, entweder eine Kopie des Rex bauen zu lassen oder einen Raddampfer der Strecke Queensborough - Vlissingen zu erwerben. Die schwedische Reederei entschied sich für die zweite Variante und kaufte den Raddampfer Svea. Obwohl die Transport- Ziffern in den folgenden Jahren ständig stiegen, gab es vielleicht gerade deshalb zunehmend Sorgen. In der kurzen Aufenthaltszeit der Schiffe im Hafen, war ein pünktlicher Umschlag von Stückgut und Post oftmals nicht möglich. So verspätete sich die Abfahrt von Saßnitz im November 1899 fünfmal und im Dezember d. J. sechsundzwanzigmal um 25 bis 90 Minuten. 
In dieser Zeit gab es in Schweden und in Deutschland die ersten Vorschläge zur Errichtung einer Eisenbahnfährverbindung zwischen beiden Ländern. Am 7. Februar 1900 kam es zu einer ernsten Katastrophe: Auch am 26. Februar 1900 tobte ein orkanartiger Sturm, als der Dampfer "Rex" am späten Abend den Hafen von Trelleborg verließ und bei Blandow, nahe Lohme strandete.  

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